Fachartikel 2017-07-21

ACHTUNG, GEFAHR UNTERWEGS!

Lithiumbatterien: Aus gutem Grund Gefahrgut!

Wir alle führen sie mit uns. Wir alle haben sie im Handgepäck dabei, wenn wir fliegen: Lithiumbatterien. Sie sind wegen ihrer hohen Energiedichte bei relativ geringem Gewicht, ihrer Langlebigkeit und der geringen Selbstentladung momentan erste Wahl als Energiespeicher für mobile Geräte. Man unterscheidet zwischen Lithium-Ionen- und Lithium-Metall-Akkus, sowie zwischen Zellen und Batterien. In Batterien sind mehrere Zellen miteinander verbunden. Lithium-Ionen-Batterien sind wiederaufladbar und werden häufig als Akkus bezeichnet. Lithium-Metall-Batterien können nicht wieder aufgeladen werden.

In der Logistik-Branche gelten Batterien und Akkus als Gefahrgut. Dabei handelt es ich um alle Stoffe oder Waren, die durch ihre physikalische oder chemische Beschaffenheit beim Transport den Menschen und die Umwelt gefährden können. Diese sind beispielsweise reizend oder giftig, können explodieren, Krebs erregen oder einen Brand erzeugen. Da solche Stoffe vielen nationalen und internationalen Regelungen unterliegen, fällt es insbesondere im Luft- und Seeverkehr mitunter schwer, pünktlich und schnell zu liefern. Doch auch hier ist Skyline Express ein zuverlässiger Partner: Durch die Zusammenarbeit mit einem langjährigen Partner und Gefahrgutbeauftragten können Sie ein Rundum-sorglos-Paket in der Luftfracht anbieten. Als einziger Dienstleister sind die Logistik-Experten aus Lage in der Lage, Gefahrgut unverpackt bei Kunden zu übernehmen (mit dem dazu gehörigen IMO Datenblatt). Diese Ware wird dann im Lager binnen 24 Stunden verpackt und belabelt. Zudem wird die komplette Absender-Verantwortung und die Gefahrguterklärung der International Air Transport Association (IATA) übernommen. Eine Notrufnummer ist 24 Stunden erreichbar. Hier ist viel Knowhow und Flexibilität gefordert, ebenso wie ein adäquates Lager von speziellen UN-genormten Kartons.

Die Gefahr bei Lithiumbatterien liegt darin, dass es bei einem Defekt oder Kurzschluss zur Überhitzung, Brand oder gar Explosion des Gerätes kommen kann. Dies kann einfach beim Laden passieren, aber auch durch Kontakt mit anderen Gegenständen oder durch grobe Behandlung beim Transport. Zudem sind Brände nicht immer einfach zu löschen, da in der Batterie durch chemische Reaktion ein leicht entzündbares Gas entstehen kann. Deshalb sind Lithiumbatterien bereits seit 1993 als Gefahrgut eingestuft. Sie gehören in die Gefahrgutklasse 9 „Verschiedene gefährliche Stoffe und Gegenstände“.

Seit einiger Zeit rückt besonders die Gefahr durch Handys ins Augenmerk. So häuften sich Zwischenfälle mit dem Samsung Galaxy Note 7, bis es schließlich vom Markt genommen werden musste. Fluglinien verboten dessen Mitnahme. Aber auch andere Smartphones bergen die Gefahr. Ein Akku besteht aus einer negativen und positiven Elektrode. Beim Laden wandern Ionen in die eine, beim Entladen in die andere Richtung. Die beiden Elektroden werden durch einen sogenannten Separator getrennt gehalten. Dadurch soll ein Kurzschluss zwischen den Elektroden verhindert werden. In den immer leichteren und flacheren Smartphones werden die Elektroden, Kontakte und das Trennmaterial dazwischen dünner. Dies führt zu einer höheren Anfälligkeit des Akkus für Defekte.

Die Internationale Zivile Luftfahrtorganisation (ICAO) rät den Fluggesellschaften, Gepäck und Fracht weiterhin so zu verteilen, dass Konzentrationen von tragbaren elektronischen Geräte (PED = portable electronic devices) in einer Ladeposition in einem Frachtraum und Bewegung der Frachtgüter unbedingt vermieden werden soll. Zudem werden Mengenbegrenzungen je einzelner Ladeeinheit oder je Stückgut-Laderaum empfohlen.

Die ICAO schlägt außerdem vor, die Information für Passagiere zu verbessern. So soll den Verbrauchern empfohlen werden, elektronische Geräte mit Akku mit in die Kabine zu nehmen, da man dort einen Vorfall besser abschwächen könne. Ausgenommen sind größere tragbare elektronische Geräte: Deren Mitnahme in der Passagierkabine wurde von einigen Staaten aus Sicherheitsgründen untersagt. Zudem sollte der Passagier das Gerät vollständig ausschalten (es nicht im Schlaf- oder Ruhezustand mitführen) und mit einer schützenden Verpackung versehen, die unbeabsichtigte Bewegung, Aktivierung oder Beschädigung verhindert. Die ICAO rät zusätzlich den Luftfahrtunternehmen, den Passagieren beim sicheren Verpacken ihrer PEDs zu helfen, zum Beispiel durch die Bereitstellung von starken starren Verpackungen und Polstermaterial beim Check-In oder bei der Sicherheitskontrolle.

Skyline Express hat in ihrem Kundenkreis einige Verlader von Gefahrgütern. Auch wenn die Masse per See im Container bewegt wird, kommen Muster und Messe-Sendungen oder einfach sehr eilige Ware trotzdem per Luft zum Versand. Dann ist der Gefahrgutbeauftragte beim Kunden gefragt, der eine spezielle PK6-Schulung vom Bundesamt für Luftfahrt in Braunschweig benötigt. Da immer mindestens zwei bis drei Personen pro Standort diese Schulung vorweisen müssen und regelmäßige Änderungen der Gesetzeslage Aufbau-Kurse erforderlich machen, lohnt es sich fast immer, die Dienste von Skyline zu nutzen. Die Verpackung wird entsprechend der Auslage abgerechnet und für jede Sendung gilt eine feste Gebühr, sodass es viel günstiger ist, sie Skyline Express anzuvertrauen. Der Transport wird auf Wunsch gleich miterledigt. So geht Service – und Sie kommen entspannt durch den Sommer!

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