Fachartikel 2018-03-26

Das Chaos der Fracht!

Turbulent ist das Luftfrachtjahr 2017 zu Ende gegangen. Das immer wiederkehrende erhöhte Frachtaufkommen zum Jahresende war 2017 besonders hoch. Reduzierte Kapazitäten der Fluggesellschaften, die immer noch andauernden Auswirkungen der Hanjin Pleite (die auch direkten Einfluss auf die Luftfracht genommen hat), Streiks der Ground Handlings Agenten am Flughafen Frankfurt, sowie die Insolvenzen der Air Berlin und Nikki sind sicherlich als Hauptgründe für die teilweise chaotischen Verhältnisse zu nennen. Die Import- und Export-Umschlagslager an den Flughäfen waren hoffnungslos überfüllt. Es wurden Anlieferverbote ausgesprochen. Anlieferende LKWs standen tagelang am Flughafen bevor eine Frachtannahme erfolgen konnte. Ein kontrollierter Ablauf war nicht mehr möglich. Verspätungen, Verluste und Beschädigungen waren die Folge. Viele Fluggesellschaften nutzten die Gunst der Stunde und verkauften ihre Kapazitäten ausschließlich nur noch an den Meistbietenden. Wo früher 1,50 EUR/KG ALL IN bezahlt wurden, sind dann gerne mal Raten von über 20,00 EUR/KG aufgerufen und auch bezahlt worden. Importsendungen wurden einfach nur noch in die überfüllten Lagerhallen geschoben und nach dem Zufallsprinzip eingecheckt und abgefertigt. Lagerumschlagszeiten von über 14 Tagen waren keine Ausnahme.

 

Über den Jahreswechsel hat sich die Situation dann überwiegend normalisiert. Die tendenziell schwachen ersten 14 Tage im neuen Jahr wurden genutzt um Überkapazitäten abzubauen und wieder den Weg in ein geordnetes System zu finden.
Was wird Skyline Express und seine Kunden also 2018 erwarten? Branchenkenner gehen von einem weiteren Wachstum aus. Die Fluggesellschaften und Handlingsbetriebe an den Flughäfen werden aufgrund der zu erwartenden Frachtzunahme das Preisniveau den Kapazitäten anpassen. Behördliche Auflagen, Luftsicherheit, Treibstoffindex, Personalmangel, sowie weitere Konsolidierungen werden ihr Übriges dazu tun, sodass mit einer allgemeinen Kostensteigerung zu rechnen ist. Die Luftfracht ist von jeher ein Premiumprodukt. Leider wurde in den vergangenen Jahren die Preistreiberei, auch bei uns in Europa, immer mehr zum Volkssport, denen einige Fluggesellschaften und Spediteure zum Opfer gefallen sind. Die Zeiten, in denen Luftfrachten relativ entspannt zu „Schleuderpreisen“ auf den Weg gebracht werden konnten, sind so gut wie vorbei. Die sogenannten „Peakseasons“ werden sehr wahrscheinlich extremer und länger ausfallen.

 

Das von vielen Abfertigern herbeigesehnte Sommerloch existiert schon seit einigen Jahren nicht mehr. Die Digitalisierung wird weiterhin vorangetrieben. Dies bedeutet, dass Standards künftig nur noch online gebucht werden können. Zusatzgebühren für Sonderfälle, die auch mal ein persönliches Gespräch erfordern, sind bereits in der Planung. Logistik 4.0 läuft auf Hochtouren. Das Logistik Unternehmen aus Lage wird sich auf weitere turbulente Zeiten einstellen und sich wie in den vergangenen Jahren ganz eng am Markt orientieren, um auch weiterhin den von Ihnen gewohnten und auch durch Skyline Express selbst auferlegten hohen Service und Qualitätsanspruch zu gewährleisten. Es bleibt spannend, aufregend und anspruchsvoll und genau aus diesen Gründen bleibt Skyline Express dort wo seine Kunden sie gerne sehen – mittendrin und ständig dabei.

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