Fachartikel 2017-03-08

TROTZ KRISEN AUF ERFOLGSKURS!

Die Seefracht-Branche ist im Umbruch. Skyline Express bringt Sie ans Ziel.

Die Schifffahrt befindet sich in der Krise und diese spitzt sicher weiter zu. Nach der Insolvenz der großen koreanischen Reederei HANJIN im letzten Jahr, sind auf einigen Fahrtgebieten die Preise für den Containertransport deutlich gestiegen. So erhöhten sich die Frachtraten zwischen Asien und Nordeuropa allein in den ersten Wochen nach dem Konkurs um fast 40%. Das geht aus den Daten der Schifffahrtsbörse in Shanghai (SCFI) hervor.

Weltweit sind rund 80 Container Schiffe von Hanjin gegenwärtig außer Betrieb, die ungefähr rund 500.000 Standard Container (TEU) geladen haben sollen. Das ist nur ein kleiner Anteil der Weltflotte von rund 6000 Containerschiffen, die mehr als 16 Millionen TEU laden können. In den Fahrgebieten, in denen Hanjin nicht aktiv war, bedeutet der Ausfall der Schiffe auch einen spürbaren Rückgang der Kapazitäten. Dies bedeutet eine vorübergehende Marktbereinigung, die den verbleibenden Reedern in Form höherer Frachtraten zugutekommt.

Hohe Verluste, steigende Risiken und Insolvenzen werden auch weiterhin das Bild in der internationalen Schifffahrt bestimmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Branchenanalyse des weltweit führenden Kreditversicherers „Euler Hermers“. Es rächt sich die ‚Geiz ist geil‘ Mentalität von Verladern, die oftmals für nur wenige Dollar Einsparungen den Partner wechseln und somit den unerbittlichen wirtschaftlichen Druck auf die Spediteure und Reeder ausüben. „Dabei hat die Situation in der Schifffahrt seit vielen Jahren wenig mit Geld verdienen zu tun, sondern vielmehr mit der Herausforderung Verluste zu minimieren“ schildert Michaela Bergmann, Gesellschafterin und Leiterin der Seefracht bei Skyline Express. „Jeder Dollar Einnahme bedeutet dabei den Deckungsbeitrag zu erhöhen, aber noch lange nicht mit dem Ergebnis der Kostendeckung, geschweige denn der Erwirtschaftung von Profiten.“ so Bergmann weiter.

Die Auswirkungen von Angebot und Nachfrage zeigen sich in diesem konkurrenzgeleiteten Markt, in dem es um den reinen Transport von Standard Containern geht, besonders drastisch und unmittelbar.

Zuletzt hat die deutsche Reederei Hapag-Lloyd den arabischen Konkurrenten UASC übernommen, nach dem vor zwei Jahren die Übernahme der chilenischen CSAV gerade erst verdaut wurde. Die chinesische Reederei COSCO übernimmt gerade die ebenfalls chinesische CHINA SHIPPING. Damit mischen sie die Karten neu in Bezug auf Ihr Personal und Ihre Organisation, um Synergien zu nutzen.

Die Reederei Hamburg-Süd, ursprünglich im Besitz des stolzen Familienunternehmens Dr. August Oetker, hatte vor Jahren Übernahmegerüchte noch abgestritten. Der Oetker-Konzern, ansässig hier im heimischen Bielefeld, bestätigte Ende 2016 die Übernahme der Hamburg-Süd durch die bereits größte Reederei der Welt, der dänischen MAERSK LINE. Damit halbiert die geschichtsträchtige Firma Dr. Oetker ihren gesamten Umsatz. Dies zeigt zu welchen dramatischen Schritten man mittlerweile bereit ist. Die Konzentration auf seine Stärken in der Lebensmittelindustrie ist sicher ein wichtiger strategischer Schritt, aber dieser kommt mit „Not im Rücken“, meint Bergmann. Ein Ende der wirtschaftlichen Misere und der Konsolidierungen sei noch lange nicht in Sicht. Im Markt herrsche weiterhin Krisenstimmung.

Die Bündnisse der global agierenden Seefracht-Unternehmen befinden sich ebenso im Umbruch: ab April wird es, nicht wie bisher vier, sondern nur noch drei Allianzen geben – die Ocean Alliance (CMA CGM, MSC, Coscon, Evergreen und OOCL), 2M (Maersk und MSC) und The Alliance (K-Line, MOL, NYK, Hapag-Lloyd und Yang Ming). Auch die UASC könnte zu der dritten Gruppe gehören, die letzten Details der Übernahme bleiben aber weiterhin offen. Der Reedereiverbund entschied sich zudem, auf den Routen zwischen Europa und Nordamerika kleinere Schiffe mit halb so großer Kapazität als bisher (4000 bis 4500 TEU) einzusetzen. Kleinere Schiffe können im Hafen schneller gedreht werden. Dies führt dazu, dass die Zeiten für An- und Auslieferung von Containern sich verkürzen.

„Das beste Angebot nützt nichts, wenn es zur Buchung kommt und dann die nächsten 5-6 Schiffe leider schon ausgebucht sind.“ stellt Bergmann weiter fest. Aktuell ist es schwierig für Kunden zu kalkulieren. Die Raten sollen weiter steigen, bis endlich wieder Profit in Sicht ist. „Nur durch die sehr guten Kontakte, die wir in der Branche pflegen, sind wir heute in der Lage Buchungen zeitnah zu transportieren.“ erklärt Bergmann offen. Bei den Logistik-Profis aus Lage setzt man immer schon auf bestimmte strategische Partner. „Wir nutzen nicht jedes niedrige Angebot zur eigenen Profit-Maximierung, aber gerade deshalb haben wir günstigeren Anbietern in Sachen Zuverlässigkeit einiges voraus.“ erzählt die sympathische Seefracht-Expertin stolz. „Es hilft uns, wenn Kunden frühzeitig die Informationen über anstehende Projekte kommunizieren, sodass wir frühzeitig disponieren können.“ rät Bergmann.

Das „Partnerschaftliche“ zahlt sich aus, wo man für Kunden immer eine Lösung findet, selbst „wenn mal ein bisschen getrickst werden muss“, sagt Bergmann mit einem Augenzwinkern. Mal seien die Container nicht dort zu bekommen wo man sie braucht. Des Öfteren seien die Schiffe voll. Hin und wieder muss man auch bei Skyline Express in den sauren Apfel beißen und ein Akkreditiv verlängern lassen. „An das Ziel bringen wir Sie mit viel Einsatz und Leidenschaft“, äußert sich Bergmann nachdrücklich.

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